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Dietrich Greve |
| Der Bariton Dietrich Greve
seht seit über 15 Jahren auf der Opernbühne. In über 50
Opernpartien erabeitete er sich einen Ruf als musikalisch hochflexibler
Sänger und überzeugender Darsteller. Nach einem langjährigen
Engagement an der Oper Chemnitz ist er seit 2007 am Staatstheater Mainz
engagiert. Seine erste Partie an diesem Haus war der Edle von Faninal
aus Richard Strauss' Rosenkavalier. In Richard Wagners
Parsifal, der Eröffnungspremiere der Spielzeit 2008/09 ist er als
Amfortas zu erleben. Sein erster Wozzeck folgt im
April 2009. In der Spielzeit 2009/10 sind u.a. sein Debut als
Escamillo und Jochanaan geplant. Der Sänger begann seine künstlerische
Laufbahn im lyrischen Baritonfach (Zauberflöte - Papageno,
Bajazzo - Silvio), das er kontinuierlich über das Kavaliers-
(Don Giovanni, Graf Almaviva - Figaros Hochzeit)
und das italienische Fach (Renato - Ein Maskenball) bis
hin zu Partien des Charakterfaches ausweitete (Sixtus Beckmesser -
Meistersinger, Johannes Freudhofer - Der Evangelimann, Fra
Melitone - La forza del destino). Mit seinem Debüt als
Amfortas - Parsifal im Sept. 2008 weitete er sein
Repertoirespektrum in Bereiche des Heldenbaritonfaches aus. Der Mainzer Amfortas in Sandra Leupolds Parsifal begründete seinen Ruf als hervorragender Sängerdarsteller in der Rolle des Beckmesser aus Wagners Oper Die Meistersinger von Nürnberg, die er an der Seite von Siegfried Vogel und Reiner Goldberg unter der Leitung von Oleg Caetani sang. Dieter Kranz berichtete im MDR-Kultur: "Die große Überraschung war für mich aber der junge Dietrich Greve mit seinem schön timbrierten flexiblen Bariton. Die Zeiten, da man den Beckmesser vom Bassbuffo gesungen als grimmassierenden Clown über die Bühne kaspern sah, sind zum Glück längst vorüber. Aber niemand hat den Merker bisher so intelligent, tragisch und zugleich bitter komisch gezeigt, wie Greve in Heinickes Inszenierung." Zu seinem umfangreichen Wagner-Repertoire gehören außerdem die Partie des Wolfram von Eschenbach aus Tannhäuser, mit der er u.a. Theatro La Fenice Venedig gastierte, Melot aus Tristan und Isolde und der Heerrufer aus Lohengrin. Im Chemnitzer Ring des Nibelungen war er als Donner und vielbeachteter König Gunther zu erleben. In Steffen Pionteks Wiederentdeckung des früher vielgespielten Der Evangelimann von Wilhelm Kienzl verkörperte er die Rolle des Johannes Freudhofer als "ein echter Sängerdarsteller, der den lüsternen Bösewicht des ersten Aktes ebenso überzeugend singt, wie den um Erlösung flehenden Verzweifelten des zweiten Aktes."( Uwe Schneider in www.klassik.com). Mit dieser Partie debutierte er 2006 in der Inszenierung von Josef Ernst Köpplinger an der Wiener Volkoper. In Arila Siegerts Inszenierung des "Eugen Onjegin" sang er mit großem Erfolg die Hauptpartie. Das amerikanische Publikum sah ihn als Ein junger Mann/Boas in der weltweit aufsehenerregenden Uraufführung der deutschen Fassung Kurt Weills' Der Weg der Verheißung an der New Yorker Brooklyn Academy of Music, die im Anschluss daran auch in Tel Aviv ein bejubeltes Gastspiel gab. Im Repertoire des Baritons finden sich eine Anzahl wichtiger Partien des italienischen Fachs. Die bedeutendste Rolle war bisher sein Renato/Graf Ankarström in Verdis Ein Maskenball. Auf dem Weg dahin finden sich neben Marcello, mit dieser Partie gastierte er an der Oper Krakau, und Schaunard aus Puccinis La Bohéme, Partien wie Ping aus Turandot und Fra Melitone aus Die Macht des Schicksals wie auch die Titelpartie in Rossinis Der Barbier von Sevilla. Dietrich Greves musikalische Wurzeln liegen im Dresdner Kreuzchor, dessen Mitglied er neun Jahre lang war. Der bedeutenden kirchenmusikalischen Tradition des Chores mit seinen großen Oratorienaufführungen ist er auch als Solist treu geblieben. Im Dezember 2006 konzertiert er mit dem Kreuzchor und dem Konzerthausorchester im Berliner Konzerthaus. Anfang 2006 sang er unter der Leitung von Fabio Luisiden Elias von Mendelssohn-Bartoldy gemeinsam mit dem MDR-Sinfonieorchester und dem Rundfunkchor Leipzig. Weitere Konzerte mit diesen Ensembles folgten. Konzerte sang er u.a. im Leipziger Gewandhaus, der Berliner Philharmonie, dem Mainzer Dom und an den wichtigen Stätten sächsischer Kirchenmusiktradition. Der Bariton studierte in seiner Heimatstadt Dresden und war Meisterschüler bei Dietrich Fischer-Dieskau. Dietrich Greve lebt heute in Dresden und Mainz. Neben seiner Muttersprache spricht er englisch, italienisch und russisch. |