Home Biografie Repertoire Spielplan Audio Presse Fotogalerie

Pressestimmen


Zu Wozzeck – Staatstheater Mainz

Aus dessen Mitte heraus entfaltet Dietrich Greve mit einer überragenden schauspielerischen Leistung die beklemmenden Facetten einer immer weiter aus den Angeln gehobenen Weltwahrnehmung. Da hat sich einer mit seiner Rolle wahrhaft identifiziert, bis hinein ins kleinste Details von Mimik und Gestik.
Benedikt Stegmann in FAZ Rhein-Main, 6. April 2009


In diesem Seelenraum hat Wozzeck seine Vision – bei dem stimmlich exzellent disponierten Bariton Dietrich Greve ein berührend trauriger Tropf in grau mit altmodischer Brille, Wahn im Sinn.
Ursula Böhmer in SWR2 – Journal am Mittag, 4. April 2009

Mit Dietrich Greve stand ein idealer Interpret für die Titelpartie zur Verfügung. Der junge Sänger identifizierte sich sichtbar mit der Rolle und verdeutlichte mit Gestik und Körperhaltung bereits den gescheiterten und von allen verachteten Menschen. Sein nicht unbedingt voluminöser Bariton passte dabei gut zu der gebrochenen Existenz Wozzecks. Greve verlieh der Figur aber durchaus ebenso manch warm timbrierte und umschmeichelnde Momente, die verdeutlichten, dass die arme Kreatur auf der Suche nach Geborgenheit und innerem Frieden ist.
L.-E. Gerth in Das Opernglas, Juni 2009

Dietrich Greve ist in der Rolle des bebrillten Wozzeck, der als geschundene Kreatur beinahe verwundert durch die Hölle des Lebens irrt, stimmlich und darstellerisch grandios.
Alfred Huber im Mannheimer Morgen, 7. April 2009

Mit Dietrich Greve steht ein glaubwürdiger Wozzeck zur Verfügung, der auch der stimmlichen Herausforderung gewachsen ist.
Daniel Honsack in Frankfurter Neue Presse, 8. April 2009

Dietrich Greve ist in der Titelpartie diesen Zumutungen und Torturen schutzlos ausgeliefert. … Greve hetzt und rennt über die Bühne wie ein waidwundes Tier, und es ist erstaunlich, dass er dabei eine so hohe Stimmkultur inklusive großer Textverständlichkeit präsentiert.
Frank Pommer in Die Rheinpfalz, 6. April 2009

Dietrich Greve/Wozzeck hat einen sensationellen Erfolg in seiner ersten Mainzer Hauptrolle. Er überzeugt und berührt. Die gelungen Personenführung setzt er nicht nur um, sondern er steigert sich in die zunehmende Katastrophe Wozzecks hinein: Mit geduckter Haltung fühlt er sich getrieben und gehetzt, klettert Feuerleitern hinauf, zeigt Angst, Panik, Wut und Blutrausch. Die rhythmische Deklamation beherrscht der Sänger ebenso wie dramatisches Aufbrausen.
Volker Funk in Der Neue Merker, Mai 2009


zu Parsifal – Staatstheater Mainz

Bariton Dietrich Greve als Amfortas setzt sein heldisches Material noch in der äußersten Leidensekstase mit einem Gran nobler Zurückhaltung ein.
Deutschlandfunk, Studiozeit Von Ingo Dorfmüller, 15. September 2008

… , die Sänger, von denen insbesondere Alexander Spemann in der Titelpartie, Ruth Maria Nicolay als Kundry und Dietrich Greve als Amfortas zu überzeugen wissen, schlüpfen in Kostüme, und los geht’s.
Jürgen Otten in Opernwelt, Nov. 2008

Dietrich Greve gelingen ansprechende, legatointensive Amfortas-Klagen, in denen sein leicht angerauhtes, balsamisches Timbre differenzierend zur Geltung kommt.
B. Kempen in Opernglas, Nov. 2008

Mit Ruth Maria Nicolay als Kundry, Hans Otto Weiß als Gurnemanz, Peter Felix Bauer als Klingsor, Dietrich Greve als Amfortas und Alexander Spemann in der Titelrolle sind die wichtigen Partien gut besetzt.
Benedikt Stegmann in FAZ Rhein-Main, 16. Sept. 2008

...eine überzeugende Leistung, wie auch die von Dietrich Greve, dem charaktervollen Amfortas.
Stefan Schickhaus in der Frankfurter Rundschau, 17. Sept. 2008

Auch Dietrich Greves Amfortas – ebenfalls eine hauseigene Besetzung! - vermag im lyrischen Piano ebensso zu überzieugen wie im volltönenden baritonalen Ausdruck seines Leidens.
Markus Häfner in Das Orchester, Nov. 08

Wie expressiv man auch in dunkel-strahlendem Timbre gestalten kann, das zeigte Dietrich Greve als Amfotas: ein leidenschaftlich leidender Sünder.
Detlef Brandenburg in Die deutsche Bühne, Januar 2009

Dietrich Greve ist ein sportiver Amfortas, der sein Leiden aber bis zur mörderischen Selbstqual spielt.... Trotz dieser grausamen Naturalistik des körperlichen Spiels singt Greve die Partie bar jeglicher Larmoyanz und mit seinem kernig virilen Bariton unterstreicht er die lyrische Belcantistik, die der Bayreuther Meister seinem Leidensmenschen angedeihen ließ.
Dirk Altenaer in Der Neue Merker online, 11. Okt. 2008

zu Der Evangelimann – Oper Chemnitz

Sein „Bruder“ Johannes wurde von Dietrich Greve mit wirklich sensationellem Aplomb gesungen – eine machtvolle („Holländer“!-)Stimme schönster Timbrierung und edlen Materials, dazu wie der Rest ein stimmiger Schauspieler (köstlich seine Karikatur eines Kriechers im ersten Teil!).
Geerd Heinsen in Orpheus International 01/2006


zu Ring des Nibelungen – Oper Chemnitz
Auch wenn angesichts des Umfangs einer Gesamtpersonnage von 49 Partien unmöglich zu sämtlichen Mitwirkenden etwas gesagt werden kann, darf doch ein Wort zu Dietrich Greve nicht fehlen, dessen Donner zwar nur wenig Raum zur Entfaltung individuellen Charakters finden konnte, dessen Wiederkehr als Gunther aber zu einem persönlichen Siegeszug wurde, indem hier ein selten klares Rollenbild entworfen und ausgeführt wurde. Er ist der treibende Intrigant, der Hagens böser Einflüsterungen kaum bedurfte und dessen brutale Zielstrebigkeit sich auch darin zeigte, dass er seine Schwester, das gelegentlich aufflackernde Gewissen verkörpernd, gleichermaßen hart anging wie seine sonstige Umgebung. Selten so stark gezeichnet wie hier, zippelte er beispielsweise ohne jedes Memmengehabe auch dort nicht lang herum, wo er zwecks Bluttrunkmischung sich ritzen musste.
Ralf-Joachim Ehresmann in Online Musik Magazin zum Ring Zykus April 2004


zu Die Meistersinger von Nürnberg – Oper Chemnitz

Die große Überraschung war für mich aber der junge Dietrich Greve mit seinem schön timbrierten flexiblen Bariton. Die Zeiten, da man den Beckmesser gesungen als grimassierenden Clown über die Bühne kaspern sah, sind zum Gück längst vorüber. Aber niemand hat den Merker bisher so intelligent, tragisch und zugleich bitter komisch gezeigt wie Greve in Heinickes Inszenierung.
Dieter Kranz in MDR-Kultur, 1.4.1997